Die Scheurebe (Sämling 88)
Diese Rebsorte wurde nach Georg Scheu benannt. Dr. Scheu (1897 - 1949) war wohl der produktivste deutsche Rebzüchter. Er kreuzte sie im Jahre 1916 aus Sylvaner mit Riesling in der Landesrebanstalt in Alzey (Rheinhessen). Diese Rebsorte ist auch unter Bezeichnung (die Zuchtnummer) Sämling 88 bekannt.
Neben dem Müller-Thurgau ist sie eine der ältesten und erfolgreichsten Neuzüchtungen. Die spät reifende Rebe bringt einigen Ertrag und wird in der Steiermark vorwiegend trocken ausgebaut (kleiner Sauvignon), ist aber auch für Prädikatsweine geeignet.
Bemerkung:Als Qulitäts- und Kabinettwein wirkt die Scheurebe meist breit, unreif und aufdringlich. Als Prädikatswein kann sie durchaus annehmbare Qualitäten zeigen. Am schönsten prösentiert sich die Scheurebe in der Steiermark
Hauptmerkmale:hochfeines verstärktes Riesling-Bukett, das nicht muskatellerartig ist. Eine rieslingartige Säure erbingt einen sehr edlen, strahligen, harmonischen, duftigen, körperreichen Wein, wobei auch höchste Spitzenweine gewonnen werden können.
Zum Essen:In der leichten Version gleich wie Sauvignon oder Rheinriesling zu verwenden. Als Dessertwein zum Essen bietet er sich für Kuchen und bestimmte nachspeisen in Form einer höheren Präsikatsstufe an.
WEISSWEIN
- Synonyme: Sämling 88
- Charakteristik:
- Farbe: grüngelb bis goldgelb
- Bukett: feines kräftiges Bukett
- Geschmack: kräftig, voll, stillig, "Sämlington", feine Säure
- Ausbau: gute Qualitäten nur als Prädikatswein von der Spätlese aufwärts
- Lagerung: Höhepunt nach 2 - 6 Jahren
- Trinktemperatur: 9 - 12 ° C
- Glaskultur: "Glas für jungen Weißwein"
- Zahlen und Fakten:
- Rebfläche Österreich: 500 Hektar 0,6 % der Rebfläche
- Steiermark: 30 Hektar
Beitrag von weinblattl.at